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Creditreform Bonitätsindex: Tabelle, Klassen und was dein Wert bedeutet
Was bedeutet dein Wert zwischen 100 und 600? Die offizielle Einteilung mit Ausfallwahrscheinlichkeit und den Faktoren, die Creditreform gewichtet.
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Du hast eine Auskunft von Creditreform bekommen und siehst eine dreistellige Zahl. Ist 230 gut? Ist 310 schlecht? Und warum steht da überhaupt so eine Zahl? Hier bekommst du die Antwort, mit der offiziellen Einteilung von Creditreform.
Was ist der Creditreform Bonitätsindex?
Der Bonitätsindex ist die zentrale Kennzahl in jeder Wirtschaftsauskunft von Creditreform. Er fasst in einer einzigen dreistelligen Zahl zusammen, wie wahrscheinlich es ist, dass dein Unternehmen innerhalb der nächsten zwölf Monate ausfällt. Banken, Leasinggesellschaften, Lieferanten und Kunden schauen genau auf diesen Wert.
Der Index reicht von 100 bis 500, dazu kommt der Sonderwert 600. Je niedriger der Wert, desto besser ist deine Bonität.
Die Tabelle: Was dein Wert bedeutet
Creditreform ordnet jedem Wertebereich eine durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit zu. Die Zahlen stammen aus der Musterauskunft von Creditreform und beziehen sich auf den Zeitraum Dezember 2023 bis Dezember 2024:
100 bis 149: beste Klasse, Ausfallwahrscheinlichkeit rund 0,09 Prozent
150 bis 199: rund 0,21 Prozent
200 bis 249: rund 0,39 Prozent
250 bis 299: rund 1,18 Prozent
300 bis 349: rund 3,94 Prozent
350 bis 499: rund 13,91 Prozent, die schlechteste Klasse ohne Ausfall
500 und 600: gelten bei Creditreform als Ausfall
Zum Vergleich: Die durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit aller Unternehmen in Deutschland lag laut Creditreform Ende 2024 bei 1,78 Prozent. Ein Wert unter 300 gilt in der Praxis als gut, unter 250 als sehr gut. Ab etwa 300 wird es spürbar: Lieferanten verlangen Vorkasse, Leasing wird teurer, Banken werden vorsichtig.
Wichtig: Der Sprung zwischen den Klassen ist groß. Von 299 auf 300 verdreifacht sich die Ausfallwahrscheinlichkeit fast. Schon wenige Punkte können also entscheiden, ob dein Leasingangebot gut oder teuer ausfällt.
Welche Faktoren fließen in den Bonitätsindex ein?
Creditreform zeigt in seiner Musterauskunft, wie stark die einzelnen Merkmale gewichtet werden:
Zahlungsweise: 25 Prozent
Krediturteil: 25 Prozent
Bilanzbonität: 10 Prozent
Branche: 6 Prozent
Unternehmensentwicklung, Auftragslage, Umsatz und gezeichnetes Kapital: je 5 Prozent
Rechtsform, Unternehmensalter und Mitarbeiterzahl: je 4 Prozent
Umsatz je Mitarbeiter: 2 Prozent
Das zeigt zwei Dinge. Erstens: Wie pünktlich du zahlst, macht zusammen mit dem Krediturteil die Hälfte aus. Zweitens: Viele der übrigen Punkte sind reine Datenfragen. Eine falsche Branche, eine veraltete Mitarbeiterzahl oder ein fehlender aktueller Jahresabschluss kosten dich Punkte, obwohl dein Unternehmen gesund ist.
So verbesserst du deinen Bonitätsindex
Selbstauskunft holen: Fordere deine eigene Auskunft bei Creditreform an und prüfe jede Angabe.
Stammdaten berichtigen: Branche, Rechtsform, Mitarbeiterzahl, Anschrift und Geschäftsführung müssen stimmen.
Aktuelle Zahlen einreichen: Ein frischer Jahresabschluss ersetzt veraltete oder geschätzte Werte.
Erledigte Altlasten melden: Bezahlte Forderungen und erledigte Verfahren sollten auch als erledigt hinterlegt sein.
Pünktlich zahlen: Die Zahlungsweise ist der größte einzelne Hebel, auf Dauer zählt sie am meisten.
Genau diese Arbeit übernehme ich für dich, bei Creditreform und bei CRIF. Mein bisher stärkstes Ergebnis: ein Bonitätsindex von 328 auf 275 in unter drei Wochen, nur durch saubere Datenbereinigung. Bezahlung nur bei Erfolg.
Wie die zweite große Auskunftei rechnet, liest du in meinem Artikel CRIF Score verbessern.
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Quelle der Zahlen: Creditreform, Musterauskunft Bonitätsindex, Stand April 2025.
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